Eine Anekdote aus dem Bereich: Familienrecht.

Umgangsrecht und Auszeit

Im Falle einer Scheidung werden häufig die Kinder benutzt und manipuliert, um beispielsweise finanzielle Interessen durchzusetzen. Dies ist jedoch sehr eigensinnig und kurzsichtig, nicht selten hinterlässt ein Rosenkrieg der Eltern bleibende psychische Schäden bei den Kindern; Probleme in der Schule und im Heranwachsen sind die Folge.

Das Umgangsrecht, einhergehend mit der Unterhaltsverpflichtung, des getrenntlebenden Elternteils ist freilich nur schwer und oft tränenreich durchsetzbar. Hier kann es helfen, eine Mediation (Vermittlung) unabhängiger Stellen, z. B. einer Erziehungsberatungsstelle, hinzuzuziehen. Manchmal hilft es aber auch schon, sich als getrenntlebender Elternteil vorübergehend zurückzuziehen, um den Kindern eine Auszeit zu gönnen.

Nach unserer Erfahrung suchen diese später, sobald die Wogen etwas geglättet sind, ohnehin von sich aus den Kontakt zum „zurückgetretenen“ Elternteil – denn jeder sucht seine „Wurzeln“.

Wird derjenige, der den Umgang möglicherweise verwehrt oder behindert hat, spätestens dann mit seinem Verhalten konfrontiert und mit seinem Verschulden leben können?


Franz Tradler

Rechtsanwalt

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